Wie bewerbe ich mich um ein Praktikum? Wann steht mir der Mindestlohn für ein Praktikum zu? Was ist eigentlich ein Trainee? Du hast gerade viele offene Fragen rund um das Thema Praktikum und Bewerbung? Dann schau' in unserem Praktikumswiki vorbei. Hier beantworten wir dir alle wichtigen Fragen.

Vor dem Praktikum

Wie überzeuge ich im Vorstellungsgespräch?

Das Wichtigste zuerst: Sei ganz du selbst. Es bringt nichts, eine Rolle zu spielen und zu tun als ob. Du kannst dich nicht während deines ganzen Praktikums verstellen. Einige Basics gibt es aber natürlich trotzdem und wenn du sie beherzigst, kann einem gelungenen Gespräch nichts mehr im Wege stehen.

Normalerweise startet das Gespräch mit einem Warm-up: Diese Aufwärm-Phase dient beiden Parteien dazu, sich auf die etwas künstliche Gesprächssituation einzustellen und soll dir als Bewerber dabei helfen, im Raum anzukommen, etwas lockerer zu werden und deine Nervosität abzulegen. Oft handelt es sich um Small-Talk, der sich darum drehen kann, ob du den Weg gut gefunden hast oder etwas trinken möchtest. Grundsätzlich werden unverfängliche Themen gewählt, die eine positive Gesprächssituation gestalten sollen. Versuche eine Offenheit zu signalisieren, die ein beidseitiges Wohlwollen ermöglicht. Kleiner Tipp: Lächeln kann helfen!

Um locker und leicht miteinander ins Gespräch zu kommen, musst du in erster Linie du selbst bleiben und den für dich passenden Small-Talk-Stil finden – wenn du als eher schüchterne Person versuchst, an dieser Stelle den Draufgänger zu mimen, kann das nur schief gehen. Mach dir einfach klar, dass dir in der Regel alle wohlgesonnen sind und du hier die Möglichkeit bekommst, einen ersten guten Eindruck und Sympathien für dich zu wecken.

Grundsätzliches:

Zieh dich dem Unternehmen passend an

Je nach Branche gelten unterschiedliche Dresscodes. Bei einem Praktikum in einer hippen Werbeagentur wird kein Kostüm oder Anzug erwartet, während eine Unternehmensberatung den dezent klassischen Auftritt bevorzugt.

Wenn du unsicher bist, welche Richtlinien in deiner Branche gelten, kannst du dich immer an die Regel halten: Besser zu gut anziehen als umgekehrt! Und: Mit einer Stoffhose und einer gebügelten Bluse beziehungsweise einem gebügeltem Hemd kannst du nichts falsch machen – weder in der Medien- noch in der Finanzbranche.

Bereite dich vor

Eigentlich sollte dieser Punkt klar sein, aber dennoch: Vorbereitung ist das A und O. Mach dich schlau über das Unternehmen. Bei größeren Firmen lohnt es sich, im Vorfeld einen News Alert zu abonnieren, zum Beispiel bei Google. So bist du immer im Bilde, ob etwas Wichtiges passiert.

Hab deinen Lebenslauf und deine Stationen im Kopf

Eine gute Selbstpräsentation ist beim Vorstellungsgespräch schon die halbe Miete. Natürlich sollst du nicht alle deine Stationen runterrattern, sondern die, die für das Unternehmen interessant sind und einen Mehrwert bieten. Auch Lücken sind ok. Bei Berufsanfängern fragt niemand nach ein paar Monaten Lücke zwischen Abitur und Studienbeginn oder nach Studienende. Herumreisen, Jobben, Auszeit als Findungsphase – all das kannst du entweder als Stärke oder Schwäche verkaufen. Überlege dir authentische und ehrliche Antworten. Bleibe immer bei der Wahrheit und versuche, keine Schwachstellen zu beschönigen.

Die Stärken und die Schwächen

Diese Frage ist eigentlich der Klassiker im Vorstellungsgespräch. Hier gilt es, bloß keine Standardantworten zu geben, denn die haben Personaler schon zu oft gehört. Überlege dir, was dich auszeichnet, frag auch mal deine Freunde und deine Familie. Gleiches gilt für die Schwächen.

Überlege dir im Vorfeld gute Fragen

Glückwunsch, du hast die Präsentation und Fragerunde geschafft. Am Ende des Gespräches wirst du gefragt, ob du noch Fragen hast – unterstreiche dein Interesse mit ausgewählten Fragen. Idealerweise weißt du im Vorfeld, wer deine Gesprächspartner sind. Wenn ja, google die Personen und versuche, so viel wie möglich über sie herauszufinden. So können sich auch interessante Fragen ergeben. Die Frage nach der Bezahlung und den Arbeitszeiten sollte erst ganz zum Schluss erfolgen.

Klassikerfragen, mit denen du rechnen kannst

  • Beschreiben Sie Ihren Werdegang. / Erzählen Sie etwas über sich selbst.
  • Was wissen Sie über unser Unternehmen?
  • Warum haben Sie sich gerade bei uns beworben?
  • Was sind Ihre Stärken und Schwächen?
  • Haben Sie schon Misserfolge erlebt? Wie sind Sie damit umgegangen?
  • Was unterscheidet Sie von anderen Bewerbern?
  • Arbeiten Sie lieber alleine oder im Team?
  • Hatten Sie schon einmal einen Konflikt mit einem Studienkollegen, zum Beispiel während einer Projektaufgabe? Wie haben Sie reagiert?
  • Was genau erwarten Sie von diesem Praktikum?