Wie bewerbe ich mich um ein Praktikum? Wann steht mir der Mindestlohn für ein Praktikum zu? Was ist eigentlich ein Trainee? Du hast gerade viele offene Fragen rund um das Thema Praktikum und Bewerbung? Dann schau' in unserem Praktikumswiki vorbei. Hier beantworten wir dir alle wichtigen Fragen.

Vor dem Praktikum

Wie schreibe ich einen guten Lebenslauf?

REGEL Nummer 1: Ein Lebenslauf muss klar gegliedert sein.

Der Lebenslauf ist das Herzstück jeder Bewerbung. Ein tabellarischer Lebenslauf ist Standard. Er sollte klar und übersichtlich gegliedert sein – ohne gestalterischen Schnickschnack. Die meisten Textverarbeitungsprogramme besitzen einfache Formatvorlagen für Lebensläufe. Sie sind eine gute Basis. Sprachlich sollte ein Lebenslauf kurz und knapp formuliert sein, mit Schlagwörtern und maximal stichwortartigen Aufzählungen. Wie du einen Lebenslauf genau aufbaust, das Layout leserfreundlich gestalten kannst und viele andere Profi-Vorschläge gibt es im großen Bewerbungs-Wiki von karriere.de.

REGEL Nummer 2: Arbeite dich chronologisch vor.

Beim chronologischen Lebenslauf ist es üblich, mit der Vergangenheit zu beginnen – sprich mit der Schulausbildung, gefolgt von Ausbildung bzw. Studium und ersten praktischen Erfahrungen. Die aktuelle Tätigkeit des Bewerbers ist also erst relativ weit unten zu lesen. Deshalb eignet sich diese Variante der Vita vor allem für Schüler, Absolventen oder Berufseinsteiger, die einen kurzen Lebenslauf haben. Folgende Blöcke sind üblich:

Persönliche Daten

Wie Name, Anschrift, Telefon und E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und -ort.

Ausbildung

Dazu gehören Schulausbildung, Berufsausbildung und/oder Studium. Wenn du wenig Berufserfahrung vorzuweisen hast, kannst du hier auch Studienschwerpunkte, Auslandssemester sowie spezielle Seminare und Projekte im Studium aufzählen. Wichtig: Die Inhalte sollten einen nachvollziehbaren Bezug zur Wunschposition haben.

Berufserfahrung/Berufspraxis bzw. Praktika/Nebenjobs

Dazu gehören Arbeitgeber mit Ortsangabe, Berufsbezeichnung sowie jeweils eine kurze Tätigkeits- und Aufgabenbeschreibung sowie eventuelle Erfolge und wichtige Projekte.

Dieser Abschnitt sollte besonders ausführlich gestaltet sein – selbst wenn du bisher keine oder nur wenig Berufspraxis vorweisen kannst. Dann musst du versuchen über Praktika, Nebenjobs und andere Tätigkeiten (Schulsprecher, Vereinsmitglied etc.) deine Leistungsbereitschaft zu dokumentieren.

Fort- und Weiterbildung / Sonstige Qualifikationen / Kenntnisse

Hier ist Platz für alle stellenrelevanten Zusatzqualifikationen. Das können beispielsweise Computer-, Software- und IT-Kenntnisse, oder auch Fremdsprachenkenntnisse sein.

Hobbies/Interessen

Hier kannst du einen kleinen Einblick über deine private Freizeitgestaltung geben. Du solltest dabei immer über die Wirkung nachdenken. Ein kleines Beispiel: Du bewirbst dich im Bereich Medien und hast einen Blog? Dann passt das zu deiner Bewerbung und sollte unbedingt erwähnt werden! Das Ziel ist, dass alle Aktivitäten wie Hobbies, Interessen, Sport, Kultur, politische und Vereinsaktivitäten dich im bestmöglichen Licht erscheinen lassen.

REGEL Nummer 3: Jede Aktivität zählt!

Was kannst du in den Lebenslauf schreiben, wenn du noch nicht viele berufliche Erfahrungen gesammelt hast? Das ist eine echte Herausforderung. Du musst deswegen versuchen, alle berufsrelevanten Aktivitäten hervorzuheben. Sollte es eine Stellenausschreibung für das Praktikum geben, überlege dir genau, wie du anhand deiner bisherigen Kenntnisse beweisen kannst, dass du die geforderten Kompetenzen erfüllst.

Wenn du nur wenige oder gar keine Berufserfahrungen hast, kannst du praktische Erfahrungen aus anderen Lebensbereichen als berufsrelevant verkaufen. Denn auch im Zivildienst, als Trainer im örtlichen Fußballverein, als Bloggerin oder Mitorganisator von Studenten-Events an der Hochschule lassen sich wertvolle Soft Skills erwerben – und das wissen auch Personaler.

Hier einige Anregungen von Praxiserfahrungen, die im Lebenslauf genannt werden können:

  • Zivildienst/Wehrdienst
  • Freiwilligendienst/Soziales Jahr
  • Ehrenamtliches Engagement, beispielsweise in Vereinen
  • Neben- und Ferienjobs
  • Hiwi-Jobs an der Uni
  • Mitarbeit in Studentenorganisationen an der Hochschule
  • Auslandserfahrungen
  • Stellenrelevante Kenntnisse durch ein Hobby (z.B. Fotografieren, Programmieren)

REGEL Nummer 4: Das Foto ist professionell, strahlt Sympathie und Kompetenz aus

Eines gleich vorneweg: Ein professionelles Foto wertet jede Bewerbung auf, ein schlechtes oder gar schlampiges wird hingegen schnell zum Ausschlusskriterium. Deshalb ist es umso wichtiger, auf gute Qualität zu setzen. Absolut tabu sind private Schnappschüsse oder Passbilder aus dem Automaten! Ein Bewerbungsfoto sollte unbedingt bei einem Fotografen gemacht werden – nur dann ist es eine Investition, die sich lohnt. Worauf du beim Outfit und der Auswahl des Fotografen achten solltest, erfährst du im großen Bewerbungswiki von karriere.de.

REGEL Nummer 5: Keine Fehler!

Nichts hassen Personaler mehr als Flüchtigkeitsfehler, denn es zeigt ihnen, dass sich da jemand nicht genug Mühe gegeben hat. Bei vielen wandert die Bewerbung deswegen gleich in den Papierkorb. Das Rechtschreibprogramm ist ein guter Start, trotzdem solltest du deinen Lebenslauf unbedingt noch mal von Personen deines Vertrauens gegenlesen lassen. Bitte jemanden um Feedback, der schon mehr Erfahrungen mit Bewerbungen hat als deine Freunde und Kommilitonen. Außerdem bieten viele Karrierecenter der Hochschulen kostenlose Bewerbungschecks an.

REGEL Nummer 6: Vorsicht mit digitalen Fußabdrücken!

Das Thema "Social Media" ist in den Bewerbungsprozessen deutscher Unternehmen längst angekommen. Vor allem die großen Konzerne nutzen die sozialen Netzwerke, um sich bei Hochschulabsolventen und Berufseinsteigern vorzustellen. Umgekehrt werden aber auch die Bewerber gerne mal digital durchleuchtet.

Überprüfe deswegen deine Online-Identität aus Sicht des Arbeitsgebers. Könnten manche der öffentlich zugänglichen Fotos, Kommentare und Postings peinlich wirken und deinem professionellem Lebenslauf widersprechen? Dann lösche die digitalen Altlasten und versuche, in Zukunft solche öffentlichen Auftritte zu vermeiden. Allzu private Details wie Party- und Urlaubsfotos oder Berichte vom letzten Junggesellenabschied solltest du wirklich nur ausgewählten Besuchergruppen sichtbar machen.

Für die Erstellung eines digitalen Lebenslaufes, sei es auf Xing, LinkedIn oder einem anderen Online-Portal, haben wir dir im großen Bewerbungswiki von karriere.de hilfreiche Tipps und Tricks zusammengestellt.