Mein Praktikum bei IGZ – Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH

 

Herausforderung: Testfälle und Fehlermeldungen in SAP!

Lisa Frank berichtet | 29.06.2018 | Foto: IGZ

Interdisziplinäres Studium mit technischem Hintergrund

Während meines Bachelor-Studiums habe ich bereits ein längeres Praktikum im Bereich des agilen Projektmanagements bei der Robert Bosch GmbH im Raum Stuttgart absolviert sowie eine Werkstudententätigkeit bei der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des Fraunhofer FIT neben dem Studium ausgeübt. Dies waren meine ersten Schnittstellen zur Wirtschaftsinformatik außerhalb der Universität.

Nach dem Abitur war ich auf der Suche nach einem Studium im interdisziplinären Bereich sowie mit technischem Hintergrund. Da der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen nach dem Abschluss viele verschiedene Möglichkeiten in der Praxis bietet, habe ich mich dann dafür entschieden. Mein Interesse für Informatik hat sich erst im Laufe des Studiums entwickelt. Dank der Schnittstelle Wirtschaftsinformatik konnte ich somit auch Veranstaltungen aus diesem Themenbereich in meinen Vorlesungsplan integrieren.

Tiefer in die Wirtschaftsinformatik einsteigen

Ich wollte gerne tiefer in die Wirtschaftsinformatik einsteigen. Auch ERP-Systeme wie SAP und deren Einführung ist in meinem Studium oft ein Begriff gewesen, jedoch gab es keine Möglichkeiten zur tieferen Einarbeitung und zum „Ausprobieren“ der Software. Logistik, Automatisierung und Prozessoptimierung sind zudem Kerninhalte in meinem Studium. Somit passt IGZ sehr gut zu meinem Profil. IGZ ist bei uns in der Region als sehr guter Arbeitgeber für Absolventen von Hochschulen bekannt. Dadurch lag es nahe, mich bei IGZ zu bewerben.

Besser werden über Testfälle und Fehlermeldungen

Meine hauptsächliche Aufgabe war, die Funktion der Lagerleistungsabrechnung in SAP zu testen und auszuprobieren. Nach der anfänglichen Einarbeitung in die SAP-Systemlandschaft und den Prozess der Lagerleistungsabrechnung begann ich mit der Umsetzung und traf die notwendigen Einstellungen im Customizing. Zusätzlich entwickelte ich kleine Testfälle, um meine Ergebnisse zu überprüfen.

Da meine Kollegen bisher wenig Know-how für diese Funktion gesammelt hatten, war es natürlich schwierig, ohne Anhaltspunkte zu starten und mich selbst einzuarbeiten. Fehlermeldungen in SAP waren mein ständiger Begleiter. Man wächst jedoch an Herausforderungen und die Zusammenhänge wurden mir im Laufe der Zeit immer klarer. Was mich allerdings begeistert hat, war die Hilfsbereitschaft meines Teams. Meine Fragen wurden stets beantwortet und bei Problemen bin ich immer auf ein offenes Ohr gestoßen. Am Ende meines Praktikums hat der Prozessablauf funktioniert und ich habe viele neue Kompetenzen erlernt.

Natürlich haben nicht alle Vorgänge bei meiner Aufgabe sofort reibungslos funktioniert. Oft hat die Fehlersuche einige Zeit in Anspruch genommen. Umso besser war das Gefühl am Ende, als der Prozess letztendlich funktionierte.

Platz und Zeit für viele Fragen

Natürlich kann es im Unternehmensalltag auch einmal stressig sein; das gehört dazu.  Jedoch waren Stresssituationen selten negativ, sondern eher als „positiver Stress“ auszulegen.

Besonders toll an meinem Praktikum war mein Team. Gerade als Neuling in einem IT-Unternehmen hatte ich viele Fragen. Trotz des manchmal stressigen Alltags und der vielen Projekte hatte immer jemand Zeit, mir weiterzuhelfen. Dadurch, dass wir ein sehr kleines und sich im Aufbau befindendes Team sind, ist der Zusammenhalt sehr groß.

Mein Betreuer war stets für meine Fragen offen. Darüber hinaus integrierte er mich vom ersten Tag an in das Team, z.B. beim gemeinsamen Mittagessen im Betriebsrestaurant oder auch bei einem kurzen Kaffeeplausch. Das hat mir den Einstieg natürlich sehr erleichtert.

Den Fair Company-Spirit konnte man vor allem spüren, da IGZ einer der Top-Arbeitgeber der Region ist, die Arbeit der Mitarbeiter wertschätzt und einen tollen Teamzusammenhalt pflegt.

Das Plus für das Studium kommt aus der Praxis

Viele der geforderten Kenntnisse waren in meinem Studium bisher nicht relevant. Am Anfang war es schon schwierig, bei Diskussionen meinem Team zu folgen und alle Begriffe und Abkürzungen aus dem Bereich der Informatik zu verstehen. Mit der Zeit hat sich das natürlich dann verbessert.

Da bei mir zeitnah die Entscheidung ansteht, wie es nach dem Masterstudium für mich weitergeht, habe ich mir natürlich eine Entscheidungshilfe durch das Praktikum versprochen. Meine Erwartungen wurden erfüllt – jetzt bin ich mir sicher, dass ein Einstieg in die Praxis das richtige ist. Einen Berufseinstieg in diesem Bereich könnte ich mir gut vorstellen.

An der Uni werden viele theoretische Modelle, Prozesse und Idealbilder in der Wirtschaft vorgestellt und gelehrt. In der Praxis passt oft kein Fall genau zu diesen Vorgängen und Problemen. Dort sind schnelle Lösungen gefragt. Einen Teil meines gelernten Wissens konnte ich aber anwenden. Das motiviert mich natürlich sehr.

Im Anschluss an mein Praktikum habe ich eine Werkstudententätigkeit im Umfang von 2 Tagen in der Woche bei IGZ angefangen, da ich gerne einen tieferen Einblick in das Unternehmen hätte. Da ich aktuell noch meine Masterarbeit schreibe, ist das für mich der ideale Weg um Uni und Praxiseinsatz zu verknüpfen.

Lisa Frank, 23

studiert im Master Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Bayreuth (vorher Wirtschaftsingenieurwesen B.Sc. Universität Bayreuth). Das Vollzeit-Praktikum bei IGZ dauerte vom 22.03.2018 – 25.05.2018. Seit dem 28.05.2018 ist sie im Unternehmen als Werkstudentin im Einsatz.


IGZ - DIE SAP INGENEURE ist eine hochspezialisierte Ingenieurgesellschaft mit starken, technischen Kompetenzen im Bereich Lagerlogistik, Lagerautomatisierung und Produktionssteuerung mit SAP. Die Leistungen der IGZ gliedern sich in 4 Kompetenzbereiche: SAP Warehousing, SAP Manufacturing, SAP Transportation und SAP Automation. IGZ ist vollständig branchenübergreifend tätig, d. h. in allen Branchen mit anspruchsvoller Lagerlogistik sowie Produktionssteuerung.

 

Alle Praktikumsberichte