Mein praktikum bei Air Liquide

Elena Gerber berichtet  20.09.2019 |  Foto: Air Liquide

Frauen & Technik..? JA!

Von Maschinenbau, über Konstruktion & Entwicklung und Oberflächentechnik bis zum “Cryogenic Project Engineer”: Für Elena Gerber war das erfolgreich absolvierte Praktikum bei Air Liquide das Sprungbrett für den Berufseinstieg im Unternehmen.

Bereits während der Sekundarstufe 1 habe ich mich für die Technik interessiert. Daher habe ich mich entschlossen, mein Abitur mit dem Schwerpunkt Maschinenbautechnik und in den Leistungsfächern Maschinenbau und Mathematik zu absolvieren. Anschließend war es für mich klar, dass ich auch zukünftig tiefer in die Thematik einsteigen wollte - als Bachelorstudium wählte ich daher Maschinenbau und Verfahrenstechnik mit Schwerpunkt Konstruktion und Entwicklung an der Hochschule Niederrhein. Anschließend habe ich meinen Master an der FH Niederrhein im Bereich der Oberflächentechnik gemacht.

Praxiserfahrung - eine wichtige Ergänzung zum theoretischen Studium

Theorie ist das eine… die Praxis das andere. Obwohl mein Studium kein begleitendes Pflichtpraktikum vorgesehen hat, wollte ich unbedingt früh Einblick ins Berufsleben erhalten.

Dank der Weiterempfehlung eines Professors bin ich auf die Firma Air Liquide aufmerksam geworden. Hier war eine Praktikumsstelle ausgeschrieben, die auf meinen fachlichen Hintergrund gut passte. Der Bewerbungsprozess verlief recht reibungslos, sodass ich nach kürzester Zeit zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde und dann auch rasch eine Zusage erhielt.

Für Air Liquide habe ich mich entschieden, weil es ein weltweit führendes Unternehmen mit vielversprechenden und vielfältigen Berufsperspektiven ist.

Ich habe in der Abteilung ALTEC Central West Europe gearbeitet, mit ca. 21 Ingenieuren, die sich auf sieben Fachschwerpunkte verteilen.  Die Abteilung Industrial Cryogenics & N2 / CO2 Applications befasst sich mit der Entwicklung von kryogenen Systemen auf industriellen Anlagen - hier durfte ich mitarbeiten.

Während meiner Masterarbeit, die ich auch bei Air Liquide verfasst habe, habe ich mich mit dem “Aluminium-Strangpressen” befasst. Hierbei definierte ich die theoretischen Grundlagen der Kühlphänomene beim Strangpressen, plante und führte Versuchsreihen durch und verifizierte die Ergebnisse mit der Theorie. Ich durfte das Projekt selbstständig organisieren, externe Lieferanten kontaktieren und die Ergebnisse wurden dann zur Qualitätsmessung in Laboren untersucht. Besonders interessant war der Kontakt mit nationalen und internationalen Kunden, die sich mit dem gleichen Prozess beschäftigen. Ich habe auch Fachmessen besucht.

Neben der Erstellung der Masterarbeit habe ich gute Einblicke in andere Projekte gewonnen, an Netzwerkveranstaltungen für Early Career Professionals mit nationalen und internationalen Kollegen teilgenommen und Kunden bei der Lösungsfindung unterstützt.

Im Team wurde ich von Anfang an herzlich aufgenommen. Vor allem die offene Kommunikation und Hilfsbereitschaft innerhalb meines Teams haben es mir erlaubt, mich schnell einzufinden. Einmal in der Woche haben wir in einer Teambesprechung wichtige Informationen ausgetauscht.

Das Angebot von flexiblen Arbeitszeiten und die Möglichkeit im Home Office zu arbeiten, ist mir beim Berufsstart besonders entgegengekommen. Bei der Einarbeitung in die neuen Aufgabenfelder wurde auf die persönliche Eignung und fachliche Voraussetzungen geachtet. Gemeinsam mit meinem Betreuer habe ich eingeschätzt, ob ich den Herausforderungen und Aufgaben gewachsen bin und ob es zeitlich machbar war, diese zu erledigen. Bei Bedarf wurden die Nebentätigkeiten auf ein Minimum gesetzt, damit ich die Zeit für meine Hauptaufgaben nutzen konnte.

Der aus meiner Sicht der markanteste Unterschied zwischen Praxis und Uni ist, dass die Problemstellungen intensiver und “ernster” bearbeitet werden. Vor allem, wenn Kundenanforderungen dahinter stehen. Die Motivation ist dabei eine andere, man möchte bestmögliche Leistung abliefern - was der Kunde auch zu Recht erwartet. Bei Air Liquide steht der Kunde im Mittelpunkt, das war mir sehr schnell klar.

Von Maschinenbau, über Konstruktion & Entwicklung und Oberflächentechnik bis zum “Cryogenic Project Engineer”

Besonders froh bin ich, dass ich nun nach meiner Masterarbeit bei Air Liquide als Cryogenic Project Engineer einsteigen konnte. Ich bin nicht nur für Projekte, die sich mit der Aluminium-Strangpresskühlung beschäftigen zuständig, sondern auch für diejenigen, die sich mit der Inertisierung von Produkten und den Betonkühlanlagen sowie automatisierten Energierückgewinnungsanwendungen befassen. In allen Prozessen werden technische Gase eingesetzt. Die Herausforderung hierbei besteht darin, die optimale Lösung für den Kunden zu finden.

Elena Gerber, 28 Jahre, Bachelorstudiengang: Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Konstruktion und Entwicklung. Masterstudiengang: Produktentwicklung im Maschinenbau mit dem Schwerpunkt Oberflächentechnik


Air Liquide ist ein Weltmarktführer bei Gasen, Technologien und Services für Industrie und Gesundheit. Gase spielen für die Industrie eine zentrale Rolle und so vertrauen in Deutschland 100.000 Kunden auf Air Liquide – vom Handwerker bis zum multinationalen Unternehmen. Wer Stahl erzeugen, Lebensmittel unter Schutzatmosphäre verpacken, Arzneimittel sicher herstellen oder Halbleiter in Reinräumen produzieren möchte, setzt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Lösungen von Air Liquide. Air Liquide produziert Gase für industrielle und medizinische Anwendungen aus der Stahl- und Metallverarbeitung, Chemie, Lebensmittel- und pharmazeutischen Industrie, Automobilbau und Elektronik, Medizin und Umwelttechnik - und das stets nah beim Kunden, um die höchstmögliche Verfügbarkeit zu gewährleisten. Das Vertrauen seiner Kunden und Partner macht Air Liquide in Deutschland zu einem Marktführer – mit Blick auf Wirtschaftsleistung, Investitionen und Innovationskraft.

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