Mein Praktikum bei Valantic

Der Sprung ins kalte Wasser lohnt sich

Sandra Fuchs berichtet | 23.02.2019 | Foto: privat

Bachelor und was dann?

Nach meinem Abitur entschied ich mich Soziologie in Mannheim zu studieren. Im Beifach wählte ich BWL, da die Kombination dieser beiden Fächer mich reizte. Wie kommt man auf Soziologie? Meine Erfahrung hat gezeigt: Wenn man nicht weiß, was man studieren soll, dann sollte man immer nach seinen Interessen und Talenten gehen – nie nach dem, was z.B. am meisten Geld oder Freizeit verspricht. So hat das Studienprofil von Soziologie wie angegossen auf mich und meine Interessen und Talente gepasst. Bereut habe ich meine Wahl nie.

Nachdem ich die Bachelorthesis erfolgreich bestand, beschloss ich ein Jahr auszusetzen, um Perspektiven auszuloten und neue Erfahrungen zu sammeln, dabei war ich weiterhin eingeschrieben, da ich mir ein Modul offenhalten konnte. Nach einem ersten zweimonatigen Praktikum im Bereich Statistik, führte mich die nächste Station mit einer Initiativbewerbung schon zu valantic. Eigentlich wollte ich mich im Personalbereich ausprobieren, da Soziologen häufig als Quereinsteiger in diesem Bereich tätig sind. Das konnte auch ich mir vorstellen.

Als ich mich bei valantic beworben habe, wurde mir mitgeteilt, dass sie meine Bewerbung sehr interessant finden, mir aber kein Praktikum im Bereich Personal anbieten können. Alternativ wurde mir aber eine Möglichkeit im Bereich Employer Branding mit Schwerpunkt Marketing aufgezeigt. Dieses Angebot habe ich dann gleich nach dem Bewerbungsgespräch angenommen. Obwohl ich in einem Werkstudentenjob schon viele Marketingaufgaben übernahm und in der Uni ein Modul dazu belegte, wäre ich ohne deren Anstoß wohl nie auf Marketing gekommen.

Schon beim Bewerbungsgespräch merkte ich, dass ich mich dort wohlfühlen würde. Das Bewerbungsgespräch, aber auch alle Gespräche, die während der Arbeit folgten, waren immer auf Augenhöhe. Das allgemeine „Du“ in der Firma fördert das „Wir“ und ich fühlte mich direkt als vollwertige Mitarbeiterin.

Ein Anfang ohne Ende

Das Praktikum war in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung für mich: Schon am ersten Tag bekam ich nach einer kurzen Einführung viele Informationen und Aufgaben, die ich angehen sollte. Das Arbeitstempo und auch die Toollandschaft, in die ich mich einarbeiten musste, waren absolutes Neuland für mich. Da immer Hochbetrieb im Unternehmen herrschte, wurde ich mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen. Genau das trug aber dazu bei, schnell als Kollegin und nicht als Praktikantin behandelt zu werden, damit kam ich bestens zurecht.

Ich bekam immer sofortiges Feedback, sodass ich jederzeit wusste, woran ich war. Die Vielfältigkeit meiner Aufgaben ist schwer in ein paar Worte zu fassen und es kamen immer wieder neue Bereiche hinzu. Von einfacher Datenpflege, über die Betreuung von Social Media, bis zur Vorbereitung von Fachartikeln, durfte ich mich in fast alles „reinfuchsen“. Das alles unter einen Hut zu bekommen, war allerdings auch die größte Herausforderung. Ich hatte nie nur eine Aufgabe, sondern führte von Tag 1 eine „To-Do-Liste“, um nicht den Überblick zu verlieren.

Als Praktikantin so viel Verantwortung zu bekommen, liegt auch an der Größe von valantic. Das Unternehmen ist in verschiedene sogenannte Competence Center unterteilt. Innerhalb meines Competence Centers ist die Anzahl der Mitarbeiter noch relativ überschaubar. Die gesamte Gruppe umfasst allerdings über 800 Mitarbeiter. Somit ergibt sich eine einzigartige Struktur. Es gibt sowohl Teams innerhalb des Competence Centers, als auch übergreifend. Das macht die Themen immer abwechslungsreich.

Highlights im Praktikum gab es mehrere. Bei der Organisation eines Events oder einer Messe mitzuarbeiten und dann zu sehen, wie positiv das Event ankommt, ist mit Sicherheit eins davon. Ein anderes sind die Kollegen und Vorgesetzten, die mich sofort in ihre Reihen aufgenommen haben oder auch die Veröffentlichung von Artikeln oder Posts, an denen ich aktiv mitgeschrieben habe.

Was die Uni mich wirklich gelehrt hat

Oft wurde ich in der Uni überschüttet mit Theorien, Formeln, Statistiken und Massen an Papern. In der Arbeitswelt braucht man nicht mal ansatzweise so viel. Das, was mir nachhaltig geholfen und mich überrascht hat, waren die Soft Skills, die man ja eher unbewusst lernt: strukturiertes Arbeiten, eigenverantwortliche Organisation, die richtige Einteilung von Aufgaben, Teamfähigkeit, das Vortragen vor größeren Gruppen oder der eigene Schreibstil und die Recherchefähigkeiten. Genau diese Fähigkeiten waren es, die letztendlich jede Arbeit leichter machten.

Nächster Schritt: Festanstellung

Das Praktikum bei valantic war für mich eine Wende im beruflichen Werdegang. Da Marketing eigentlich gar nicht auf meiner beruflichen Agenda stand, mich aber so begeisterte, durchlebte ich schon während der ersten vier Monate eine Entwicklung hin zu einem anderen Berufsbild.Als man mir eine Festanstellung im Customer Engagement Team als Marketingreferentin anbot, nahm ich mit Freude an! Außerdem besteht für mich die Möglichkeit berufsbegleitend in diesem Bereich ein Masterstudium zu absolvieren. Der Sprung ins kalte Wasser hat sich für mich doppelt gelohnt.

Sandra Fuchs, 23, studierte Soziologie (Beifach BWL) im Bachelor an der Universität Mannheim und steigt nach ihrem Praktikum bei valantic als Marketingreferentin ein.


valantic schafft Software und digitale Prozesslösungen, mit denen Kunden strategische Vorteile gegenüber ihrem Wettbewerb erzielen. Das Unternehmen bewältigt dabei die zentralen Herausforderungen der Digitalisierung mit einer einzigartig flexiblen, elementaren Organisationsstruktur und operativer Exzellenz. Der Anspruch dabei ist, etablierte Denkmuster zu durchbrechen. Dafür wird technologische Kompetenz mit Branchen-Know-how verbunden.

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