Mein Praktikum bei Franz Haniel

Der Mix machts

Jana Benning berichtet | 17.05.2019 | Foto: Franz Haniel & Cie. GmbH

Wie sieht der Berufsalltag in der Personalabteilung aus? Welche Themengebiete sagen mir zu, welche Spezialisierungen eher nicht? Nach einem zügigen Bewerbungsprozess und rascher Zusage startete Jana Benning bei der Franz Haniel & Cie. GmbH im Recruiting ein abwechslungsreiches Praktikum und konnte dabei ihre Fragen klären.

Hier ihr Bericht:

Schon während meines Abiturs hat mich das Fach Psychologie begeistert. Daher entschloss ich mich dazu, Arbeits- und Organisationspsychologie an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp- Lintfort zu studieren. Der Studiengang enthält allgemeine psychologische Module und spezialisiert sich im Laufe der Semester immer weiter Richtung Arbeits- und Personalpsychologie innerhalb von Unternehmen mit vergleichsweise viel Praxisbezug.

Ein integriertes Praxissemester im dritten Bachelorjahr bot mir die Möglichkeit ein Auslandssemester oder alternativ ein halbjähriges Praktikum in einem Unternehmen zu absolvieren. Zu diesem Zeitpunkt entschied ich mich für ein Auslandssemester in Australien, um mich thematisch breiter in der Psychologie aufzustellen und mich persönlich weiterzuentwickeln.

Nach erfolgreicher Beendigung meines Studiums war es für mich darüber hinaus besonders wichtig, Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln, denn alle Theorie nützt nichts, wenn mir nicht bewusst ist, ob der Tätigkeitsbereich überhaupt meinen Vorstellungen und Interessen entspricht. Durch die Empfehlung einer Kommilitonin bin ich auf die Franz Haniel & Cie. GmbH aufmerksam geworden und habe mich gleich auf die ausgeschriebene Praktikumsstelle im Bereich Personal mit Schwerpunkt Recruiting beworben. Der Bewerbungsprozess verlief sehr zügig und somit hatte ich bereits nach zwei Tagen ein Vorstellungsgespräch und kurz darauf eine Zusage.

Während meines dreimonatigen Praktikums habe ich vor allem im Bereich Recruiting tatkräftig unterstützen dürfen. Da Haniel in verschiedenen Abteilungen neben festangestellten Mitarbeiter*innen regelmäßig Praktikanten und Werkstudenten einstellt und diese Stellen fortlaufend neu zu besetzen sind, war es meine Aufgabe, den gesamten Prozess zu begleiten. Dazu gehörte die Ausschreibungen vorzubereiten, vakante Stellen auf relevanten Jobbörsen zu schalten, Bewerbungen zu sichten und diese an die entsprechenden Fachabteilungen weiterzuleiten. Auch die Organisation von Vorstellungsgesprächen, bei denen ich oft dabei sein durfte sowie die Beteiligung des Betriebsrats und die Erstellung der Verträge gehörten zu meinen Aufgaben. Darüber hinaus war ich in der Personalabteilung Ansprechpartnerin für alle Praktikanten.

Neben dem Recruiting wurden mir des Weiteren relevante Projektaufgaben übergeben. Ein Projekt befasste sich z.B. mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und soll zu mehr Sport am Arbeitsplatz motivieren. Begeistert an dem Praktikum bei Haniel hat mich letztendlich die Mischung aus allen mir übertragenen Aufgaben. Dazu gehörten tagtägliche To Do’s, aber auch immer wieder neue Aufgaben, die am Vortag noch nicht abzusehen waren. Während keiner Zeit hatte ich das Gefühl langweilige Praktikantenaufgaben zu erledigen oder mich nur mit weniger wichtigen Dingen zu beschäftigen. Lief etwas nicht wie geplant, so habe ich konstruktives Feedback erhalten, um es beim nächsten Mal besser zu machen.

Haniel ist ein Unternehmen in Familienbesitz, was sich auch in der Kultur deutlich wiederspiegelt. Von Anfang an wirkten die Mitarbeiter auf mich sehr sympathisch, freundlich und aufgeschlossen. Die Büros sind einladend gestaltet und die für Haniel wichtigen Werte, wie Nachhaltigkeit, Übernahme von Verantwortung sowie die Forderung und Förderung von Mitarbeitern werden gelebt. Letzteres findet regelmäßig in der Haniel Akademie statt, welche dazu dient, diverse Workshops zur Weiterbildung des Personals zu entwickeln und anzubieten. Die Kommunikation innerhalb meines Teams war sehr angenehm, mit jederzeit offenen Türen und regelmäßigen Absprachen über weitere Vorgehensweisen. Zudem gibt es einmal pro Woche einen Praktikantenstammtisch, der den Austausch, das Miteinander und das bessere Kennenlernen untereinander fördert.

Mein Praktikum bei Haniel habe ich sowohl für meine fachliche, als auch persönliche Entwicklung als sehr positiv empfunden. Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich mir viel besser vorstellen, wie ein Berufsalltag in der Personalabteilung ablaufen kann, welche Themengebiete mir zusagen und welche Spezialisierungen für meine spätere Laufbahn nicht infrage kommen. Durch die tagtägliche Zusammenarbeit mit Vorgesetzen, Kollegen und dem Betriebsrat habe ich meine persönlichen Fähigkeiten ausbauen können und viel dazu gelernt. Einige Theorien und Modelle, die ich in der Uni gelernt habe, wurden tatsächlich ähnlich angewandt, was mich persönlich sehr gefreut und mich in meinem gewählten Schwerpunkt bestärkt hat. Dennoch habe ich festgestellt, dass es gut ist, gewisse Grundlagen im Studium gelernt zu haben, aber manche Umsetzungen unter Realbedingungen schwieriger sind, als gedacht.

Nach Beendigung meines Praktikums bei Haniel werde ich ein weiteres Unternehmen kennenlernen und dort ebenfalls ein dreimonatiges Praktikum im Bereich Recruiting, Employer Branding und Hochschulmarketing absolvieren. Ab dem Wintersemester 2019 möchte ich einen Master in Wirtschaftspsychologie beginnen.

Jana Benning, 23, hat Arbeits- und Organisationspsychologie(B.Sc.) an der Hochschule Rhein-Waal in Kamp- Lintfort studiert. Ab dem WS 2019 möchte sie den Master in Wirtschaftspsychologie beginnen.


Als Family-Equity-Unternehmen verbindet Haniel die Professionalität des Private-Equity-Business mit der Werteorientierung eines Familienunternehmens. Auf Grundlage dieser besonderen Kombination gestalten wir unser Portfolio mit zukunftsweisenden Geschäftsmodellen und entwickeln Marktführer - und das seit 260 Jahren.

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