Fachbereichsleitung bei der Schwenninger Krankenkasse

Hohe Verantwortung für Kunden und Mitarbeiter

Interview: Anne Koschik | Juli 2017 | Foto: SRH Kliniken

karriere.de: Warum haben Sie sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der Schwenninger Krankenkasse entschieden?

Jörg Kluge: Nach der Schule verbrachte ich zunächst neun Monate bei der Bundeswehr, ein Studium im An-schluss kam für mich nicht in Frage. So machte ich mich im Internet auf die Suche nach einem Ausbildungsberuf, in dem ich meine Stärken entfalten konnte. Etwas mit Zahlen und Kundenkon-takt sollte es sein. Versicherungen liegen da nahe. Meine Wahl fiel letztlich auf die Schwenninger, weil mich insbesondere die Freundlichkeit überzeugt hat: Die spürte ich schon bei der Einladung zum Vorstellungsgespräch, das im Übrigen sehr locker und persönlich und nicht so steif oder förm-lich war wie andere Gespräche, die ich damals hatte. Sie setzte sich fort im Miteinander der Ange-stellten sowie im Kontakt mit den Versicherten. Es ist eine Unternehmenskultur, wie ich sie mag.

Wie hat Ihnen Ihre Ausbildung gefallen? 

Meine Ausbildung war sehr vielfältig. Ich konnte beinahe alle Bereiche der Schwenninger kennen-lernen. Außerdem wurde mir von Beginn an Verantwortung übertragen. Beispielsweise wurde ich bereits in meiner zweiten Ausbildungswoche am Empfang in unserer Zentrale eingesetzt – das ist die erste Anlaufstelle in der Kundenzone, denn hier findet die Erstberatung statt. Der viele Kontakt zu unseren Versicherten, die mit den verschiedensten Anliegen zu mir kamen, hat mich sehr an-gesprochen.

Wie kamen Sie zu dem Entschluss, eine Führungslaufbahn einzuschlagen?

Während der Ausbildung habe ich beeindruckende Führungskräfte kennengelernt, die sämtlichen Mitarbeitern – auch mir als Azubi – mit Rat und Tat zur Seite standen und viele Freiheiten gaben, natürlich innerhalb des gesetzlichen Rahmens. Das hat in mir den Wunsch geweckt, eines Tages selber Führungskraft zu werden. Außerdem hat mir gefallen, dass man als Führungskraft viel ge-stalten und bewegen kann.

Wie verlief Ihr Weg vom Azubi zur Führungskraft? 

Ich war zunächst drei Jahre als Sachbearbeiter im Team Freiwillige Versicherung tätig, meiner Lieblingsabteilung während der Ausbildung, denn dort war der Kundenkontakt besonders groß. Ich konnte viele Beitragsberechnungen durchführen, war für Mahnungen zuständig und habe tiefe Einblicke ins Versicherungsrecht gewonnen. Im Jahr 2008 wurde ich zum Leiter des Teams Voll-streckung und Insolvenz befördert. Jetzt gehörte es zu meinen Aufgaben, Zwangsbeitreibungs-maßnahmen einzuleiten, also die eigenen Vollziehungsbeamten oder einen Gerichtsvollzieher auf den Weg zu schicken und wenn notwendig Insolvenzanträge zu stellen.. Diese Tätigkeit umfasste nun auch den Bereich der Firmenkunden. Anfang 2013 habe ich mich dann auf die Stelle des Ab-teilungsleiters für den Bereich Beitragsmanagement beworben, zu dem auch mein „Vollstre-ckungsteam“ gehörte. Ich bekam die Stelle und wurde im Alter von 29 Jahren einer der jüngsten Abteilungsleiter im Unternehmen. Solche Aufstiegsmöglichkeiten sind nicht bei jeder Krankenver-sicherung möglich.

Welche Voraussetzungen sollte man für einen Werdegang wie den Ihren mitbringen?

Man braucht viel Eigeninitiative und Durchhaltevermögen. Ich habe nebenberuflich in der Abend-schule die Fortbildung zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen und anschließend zum geprüften Betriebswirt gemacht, um mich für eine Führungsposition zu qualifizieren. Als Führungs-kraft sind Durchsetzungsvermögen und Kontaktfreudigkeit wichtig – und vor allem, dass man sei-nen Beruf mit Spaß und Leidenschaft ausübt.

Wie soll es für Sie bei der Schwenninger Krankenkasse weitergehen?

Es liegt in meiner Natur, immer weiter vorankommen zu wollen. Dafür gebe ich gerne Gas. Man lernt wirklich nie aus. Aktuell mache ich daher eine Fortbildung zum Business Coach. Dort erfahre ich, wie ich meine Mitarbeiter dazu bringen kann, ihr Potenzial noch besser zu entfalten. Dadurch will ich meinen Bereich weiterbringen und zum Erfolg der Schwenninger beitrag

Jörg Kluge, 35, hat nach seinem Abitur von 2002 bis 2005 eine dreijährige Ausbildung zum Sozialversicherungsfachangestellten bei der Schwenninger Krankenkasse absolviert. Heute ist er Fachbereichsleiter und für rund 70 Mitarbeiter und drei Führungskräfte verantwortlich. Im Interview berichtet er von seinem Werdegang.


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Mit fast 120 Jahren Erfahrung als Gesetzliche Krankenversicherung steht die Schwenninger Krankenkasse für Verantwortung, Stabilität und Innovation. Sie hat den Anspruch, die Lebensqualität der Kunden mit qualitativ hochwertigen und individuellen Angeboten zu unterstützen. Die Schwenninger engagiert sich dafür, das Thema Nachhaltigkeit in der Gesellschaft zu verankern. Sie ist bundesweit an 15 Standorten vertreten und gehört mit rund 330.000 Kunden und 800 Mitarbeitern zu den größten Betriebskrankenkassen Deutschlands.

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