Ausbildung Industriekauffrau

Lieblingsthema Zahnersatz

Interview: Anne Koschik | Juli 2017 | Foto: BEGO

 

karriere.de: BEGO entwickelt digitale Methoden zur Herstellung von Zahnersatz und fertigt Dentalimplantate. Wie sind Sie zu BEGO gekommen?

Joana Holsten: Rund ein Jahr vor Ende der Schulzeit war ich auf der Suche nach dem optimalen Ausbildungsbetrieb. Ich bin dann über ein Ausbildungsportal, so eine Art Jobbörse, schnell auf die BEGO in Bremen gestoßen, weil sie als Familienunternehmen eine lange Tradition besitzt und international tätig ist. Das war mir wichtig, da ich ein halbes Jahr in Amerika verbracht habe und die englische Sprache sehr mag und anwenden möchte. Beim Einstellungstest und Vorstellungsgespräch konnte ich bereits einen ersten Eindruck von dem Arbeitsklima erhalten. Ich war begeistert, wie freundlich und locker alle miteinander umgehen. Dass nicht alles so förmlich ablief wie in anderen Unternehmen, war mir sehr sympathisch. So wurde BEGO zu meinem absoluten Favorit.

Haben Sie ein besonderes Faible für das Thema Gesundheit?

Ja, das kann man so sagen. Ich ernähre mich seit einiger Zeit ausgewogen und vegan und halte mich zudem im Fitnessstudio, durch Joggen und Badminton fit. Der Gesundheitstag, den BEGO alljährlich für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen durchführt, bietet mir zudem die Möglichkeit, Neues – wie zum Beispiel verschiedene Yoga-Übungen – kennenzulernen und mich weiter über Gesundheit und Ernährung zu informieren.                                                                   

Welche Abteilungen müssen Sie in Ihrer Ausbildung durchlaufen?

In unserer Ausbildung bekommen wir einen umfangreichen Einblick in alle BEGO- Abteilungen am Unternehmensstammsitz in Bremen. Von der Produktion über das Lager bis hin zum Vertrieb und beispielsweise dem Marketing durchlaufen wir alle Abteilungen und dürfen eigenständig verschiedenste Aufgaben bearbeiten. So habe ich auch echte Berührungspunkte zu den Dentalprodukten entwickelt – und zwar gleich in den ersten beiden Wochen. Ich war da in der Verfahrenstechnik eingesetzt und hab selber mit dem Wachs herumhantieren dürfen. Diese praktische Erfahrung war sehr wichtig für mich. Mittlerweile spreche ich mit Freunden und Verwandten über Zahnersatz, das Thema hat einen ganz neuen Stellenwert bekommen. Meiner Mutter habe ich auch schon ein Implantat empfohlen.

Durch den umfassenden Blick auf das gesamte Geschehen, den wir in der Ausbildung erhalten, können wir auch die Zusammenhänge sehr gut verstehen. Und zudem lernt man viele Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen kennen.

Wie ist Ihr Arbeitsumfeld und die Unternehmenskultur?

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei BEGO pflegen einen lockeren, stets respektvollen und höflichen Umgang miteinander. Es wird sehr diszipliniert gearbeitet, hin und wieder darf aber auch ein kleiner Scherz nicht fehlen. Es geht eben sehr familiär zu. Natürlich sieht es in der Produktion und im Lager ganz anders aus als in den kaufmännischen Abteilungen, wo ich zuletzt eigentlich nur noch eingesetzt war. Das ist eben das klassische Büro. Ich bin aber schon sehr gespannt auf das letzte Halbjahr meiner Ausbildung, das jetzt beginnt. Dann bin ich durchweg in der Forschung & Entwicklung tätig. Das war mein Wunsch, denn ich habe totales Interesse an der Produktentwicklung.

Arbeiten Sie im Team?

In vielen Abteilungen ist Teamarbeit sehr wichtig und wir Auszubildenden werden sehr gut integriert. Außerdem bekommt jeder von uns Auszubildenden und dualen Studenten zu Beginn des zweiten Lehrjahres die Verantwortung für ein BAP-Projekt (BAP = BEGO Azubi Power). Unsere Aufgabe ist es dabei, uns als Projektleiter/-in ein eigenes Team zusammenzustellen und Aufgaben zu verteilen, um am Ende die Aufgabenstellung im vorgegebenen Zeitrahmen zu bearbeiten.

Da bei der BEGO das Thema „Lean-Management“, also die konsequente Ausrichtung der Prozesse an den Bedürfnissen der Kunden und die Vermeidung von Verschwendung, eine sehr große Rolle spielt, durfte ich dieses Prinzip im Rahmen meines BAP-Projektes auf die Poststelle anwenden und diese entsprechend umgestalten. Große Freude hat mir dabei das eigenverantwortliche Arbeiten sowie die Umsetzung der Ideen bereitet.

Haben Sie einen Ansprechpartner?

Wir Auszubildenden und dualen Studenten können uns bei Fragen und Problemen stets an unsere Ausbilderin wenden. Darüber hinaus gibt es in jeder Abteilung immer einen festen Ansprechpartner, der uns zur Seite steht.

Wie gefällt Ihnen die Ausbildung?

Die Ausbildung bei der BEGO ist extrem vielseitig und gefällt mir sehr gut. In den Abteilungen bekommen wir anspruchsvolle und spannende Aufgaben und werden sehr gut von den Kolleginnen und Kollegen in den Arbeitsalltag integriert. Außerdem wird uns sehr schnell eine hohe Verantwortung übertragen. So durften wir beispielsweise eigenständig den jährlichen Zukunftstag organisieren, der jungen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gibt, die unterschiedlichen Berufsrichtungen bei BEGO zu entdecken. Wir konnten auch den ersten Arbeitstag der neuen Auszubildenden planen. 

Wo und als was möchten Sie später einmal arbeiten?

Nach meiner Ausbildung möchte ich gerne Wirtschaftsingenieurwesen studieren und anschließend in der Forschung & Entwicklung weiterarbeiten – gerne bei der BEGO. Denn das Thema Zahnimplantate finde ich hochinteressant. Ich habe mich selbst im Internet darüber informiert, mich richtig reingefuchst und eine Wirkungskette für mich erstellt. Außerdem kenne ich die Abteilungen jetzt schon sehr gut, komme mit den Kolleginnen und Kollegen gut klar und weiß, welche Aufgaben auf mich zukommen. Während des Studiums möchte ich daher sehr gerne Kontakt mit dem Unternehmen halten – als Werkstudentin zum Beispiel. Das wäre ideal für mich.

Joana Holsten, 20, hat sich nach ihrem Abitur am Wirtschaftsgymnasium in Rotenburg (Wümme) für eine Ausbildung zur Industriekauffrau entschieden. Gesundheit ist sie schon lange ein wichtiges Thema, bei der Berufswahl spielte es jedoch zunächst nicht die Hauptrolle. Die Arbeit bei BEGO hat sie mittlerweile jedoch so inspiriert, dass sie sich eigeninitiativ in Sachen Zahnimplantaten „fortbildet“ und ihre Zukunft damit plant.


Die BEGO Unternehmensgruppe ist einer der international führenden Spezialisten im Bereich der Dentalprothetik und Dentalimplantologie. Zahntechnikern und Zahnärzten bietet das 1890 gegründete deutsche Traditionsunternehmen innovative Geräte, Instrumente, Werkstoffe, Implantate, Dienstleistungen und Verfahren zur Herstellung und Verarbeitung von Zahnersatz. Bereits in fünfter Generation inhabergeführt beschäftigt BEGO weltweit rund 450 Mitarbeiter.

Branchenspezial Gesundheitswirtschaft

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