Kerstin Wagner | Deutsche Bahn

"Qualitätsoffensive schafft Transparenz und Nachhaltigkeit"

Interview: Anne Koschik | 08.07.2013 | Fotos: Deutsche Bahn

Faszination Bahn: Als wertvoller und hochwertiger Arbeitgeber wirbt die Deutsche Bahn mit dem Fair Company Siegel um Praktikanten. Denn Offenheit und Fairness sind ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur, sagt Recruiting-Chefin Kerstin Wagner.

Ihr Unternehmen ist eine Fair Company. Was bedeutet das für Sie?

Es ist unser Ziel, begeisterte Praktikanten zu gewinnen. Wir wollen sie bei ihren ersten Schritten ins Unternehmen begleiten und ihnen praktische Einblicke gewähren. Im Vordergrund stehen das Lernen und das Erleben der Deutschen Bahn in all ihrer Vielfalt. Für Praktikanten ist das ein wichtiger Baustein, um sich auszuprobieren und entwickeln zu können. Die Initiative Fair Company ist Ausdruck dessen, was wir in Sachen Nachwuchsförderung leisten: Wir müssen wertvoll und hochwertig sein. Wir bieten jedem Praktikanten einen guten Arbeitsplatz, eine faire Bezahlung und ein faires Miteinander. Das ist Teil unserer Unternehmenskultur.

Hilft Ihnen das Siegel bei der Rekrutierung von Praktikanten und Berufseinsteigern?

Ja, wir setzen es sowohl in der Rekrutierung als auch bei unserem Marketing im Hochschulbereich ein. Im Erstkontakt auf Messen und im telefonischen Kontakt mit den Studierenden machen wir die Erfahrung, dass es sehr positiv bewertet wird, dass wir Teil der Fair Company Initiative sind. Das gehört zu einem Top-Arbeitgeber dazu.

Wirkt sich Fair Company auf die Unternehmenskultur insgesamt aus?

Klar! Was wir nach außen versprechen, wollen wir schließlich auch halten. Sobald Studierende im Unternehmen sind können sie selbst erleben, dass wir authentisch sind und spannende Aufgaben bieten. Im Dialog mit Mitarbeitern entwickeln wir uns stetig weiter. Zum Beispiel haben wir kürzlich eine konzernweite Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die Ergebnisse transparent veröffentlicht und in den einzelnen Teams erste Verbesserungen in Workshops besprochen.

Worin liegt die Wertigkeit von Fair Company?

Als einer der größten Arbeitgeber in Deutschland hat die Deutsche Bahn eine Vorbildfunktion: Sich an faire Regeln zu halten liegt dem Unternehmen am Herzen. Wir wollen Begeisterung schaffen – und kein Durchlauferhitzer sein: Es ist uns wichtig, den Kontakt mit unseren ehemaligen Praktikanten zu halten. Durch ein Bindungsprogramm bleiben wir mit ihnen im Dialog. Oft schließt sich dann noch ein weiterer Praxiseinsatz in Form einer Abschlussarbeit oder einer Werkstudententätigkeit bei uns an oder die Studierenden bewerben sich nach ihrem Abschluss als Trainee oder Direkteinsteiger.

Das Feedback-Verfahren erhält durch die jetzt eingeführten erweiterten Regeln eine größere Bedeutung. Wenn Praktikanten von ihrer Zeit im Unternehmen erzählen, was wäre dann der schönste Erfolg für Sie?

Wenn diese Praktikanten von spannenden Erfahrungen und herausfordernden Tätigkeiten berichten würden, wenn sie viel gelernt und die Komplexität des Unternehmens verstanden hätten. Der Blick hinter die Kulissen sollte die Faszination Bahn in den Bereichen Mobilität und Logistik erlebbar gemacht haben.

Hat das Siegel für Sie Aussagekraft und Verbindlichkeit?

Auf alle Fälle, deshalb sind wir seit 2004 als eines der ersten Mitgliedsunternehmen dabei und geben die Informationen zu Fair Company über zahlreiche Kanäle bekannt. Die jetzt gestartete Qualitätsoffensive begrüßen wir sehr, sie schafft Transparenz und Nachhaltigkeit, die uns zuvor etwas gefehlt hatte. Denn nicht jedem Praktikanten war es bewusst, Regelverstöße melden zu können. Dagegen ist die aktuell eingeführte Praxis, Praktikanten im Anschluss an ihre Unternehmenszeit nach ihrer Meinung zu fragen, sehr gut. Das ist der richtige Weg!

Deutsche Bahn

Kerstin WagnerIm Gespräch mit:
Kerstin Wagner, Leiterin Recruiting und Employer Branding bei der Deutschen Bahn

Deutsche Bahn AG
Die Deutsche Bahn AG ist das größte Eisenbahnverkehrsunternehmens Mitteleuropas.

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