Mein Praktikum bei Vaillant

"Im Controlling zuhause

Oliver Kalefe berichtet | 06.02.2017 | Foto: Privat

Nach dem dritten freiwilligen Praktikum hat Oliver Kalefe seine Berufung gefunden: Mit seinem Faible für Analysen mithilfe von Excel-Tabellen sieht er seinen künftigen Arbeitsplatz im Controlling. Bei der Vaillant Group ist ihm das ganz klar geworden: Seine Tätigkeiten und die Gesamtatmosphäre haben den 26-Jährigen fest dafür eingenommen. Die ersten Bewerbungen hat er bereits geschrieben.

Erste Praxiserfahrungen

Mein Praktikum in der Vaillant Group war insgesamt bereits mein drittes. Und wie sich am Ende herausstellte, sollte es sehr entscheidend für meine Berufswahl werden. Denn eigentlich wollte ich immer etwas mit Sport machen.

So hatte ich zunächst in einer kleinen Sportagentur mit dem Schwerpunkt auf Marketing und Events angeheuert. Schnell stellte ich aber fest, dass dieses Umfeld nicht „meins“ war. Vielleicht ist es das Agenturleben oder der dauernde Druck – und auch am Networking hatte ich einfach keinen Spaß. Was ich aber feststellte: Wenn ich vor Excel saß und die geplanten Events kalkulieren dufte, war ich glücklich. Als mir dann ein Freund kurze Zeit später von einer Praktikumsstelle in der Buchhaltung eines Handelsunternehmens erzählte, horchte ich auf. Okay, dachte ich, das probierst du mal, das könnte es sein. Und es war eine gute Erfahrung, die mir zudem bei der anschließenden Vaillant-Bewerbung sehr half, da hier ein gewisses finanzielles Know-how schon erwünscht war. Außerdem wollte ich danach dieses spezielle Controlling kennenlernen.

Ganz mein Ding: R&D-Controlling bei Vaillant

Na jedenfalls erhielt ich für den Praktikumsplatz im Research & Development (R&D) Controlling bei Vaillant den Zuschlag. Im September 2016 ging es los: Gleich am ersten Tag hat mich die sehr lockere Atmosphäre überrascht. Die meisten Mitarbeiter dort sind genau aus der Generation zwischen mir und meinen Eltern. Und dieser Mix war sehr interessant, funktioniert super, ich hätte das nicht gedacht. Meine Kollegen waren wunderbar.

Niemand schaut hier auf einen herab und man hat nicht das Gefühl, „nur“ ein Praktikant zu sein. Dieses in meinem Umfeld noch weit verbreitete Bild des Praktikanten, der nicht viel verdient, auf den Arbeit nur abgeladen wird und der für die Kollegen Kaffee kochen darf, habe ich nun endgültig abgelegt.

Das erste Meeting verlief zwar alles andere als rund. Natürlich wurde ich als neuer Kollege im Team vorgestellt, dann ging es auch gleich ans Eingemachte – und nach gut einer Stunde des Zuhörens konnte ich mit Gewissheit sagen, nicht das Geringste verstanden zu haben. Die Fülle der Themen hat mich schlicht erschlagen. Als Praktikant fühlte ich mich eben noch unerfahren und unterlegen, so ein bisschen demütig vor all dem Wissen um mich herum. Aber das fordert natürlich heraus – und ich will lernen!

Einen Aspekt, den ich im Controlling nicht erwartet hätte, war Spannung. Ich bin jeden Tag zur Arbeit gefahren, ohne zu wissen, was auf mich zukommen könnte. Einen geregelten Ablauf gab es für mich nicht. Fast jeder der acht Mitarbeiter der Abteilung hat mir abwechselnd eine Aufgabe gegeben. Teilweise hatten die zu bearbeitenden Datenmengen in Excel Zeilennummern bis in die Tausende. So etwas finde ich extrem gut, denn ich analysiere gerne den ganzen Tag. Ein anderer hat mir die Vielfalt der Formel-Anwendungen in Excel gezeigt – ein echter Spezialist. Jetzt weiß ich, wie ich auch bei großen Datensätzen schneller mein Ziel erreichen kann.

Mit und ohne Stress, in jedem Fall aber international

Eine sehr interessante Erfahrung war das sehr variable Stresslevel in der Abteilung. Die meiste Zeit, gerade am Anfang in der Budget-Planungsphase, ging es hoch her. Es gab allerdings für mich auch ruhigere Tage, die ich genutzt habe, um mich mit den verschiedenen Abläufen in der Abteilung vertraut zu machen. Die einzelnen Prozessbeschreibungen habe ich mir dann mal genauer angeschaut und zum Beispiel herausgefunden, wie die Arbeitszeit an Projekten verbucht wird. Es ist ein gutes Gefühl wenn man die erledigten Aufgaben selbstständig im Gesamtkontext wiederfindet und sich so langsam der Zusammenhang erschließt.

Ein wichtiger Aspekt für mich war das internationale Umfeld. Denn im Controlling werden die Projekte aus den Forschungs- und Entwicklungsbereichen aller Standorte gesteuert. Englisch ist daher ein Muss im täglichen Umgang, und ich bin sehr froh, dass ich es so oft anwenden konnte, da auch sämtliche Präsentationen für die häufig anstehenden Budget-Reviews in Englisch angefertigt wurden. Vaillant, beziehungsweise speziell die R&D Abteilung, steht im ständigen Kontakt zu Kollegen aus der ganzen Welt. Auch an einem internationalen Meeting über zwei Tage, das in einem Hotel ausgerichtet wurde, konnte ich teilnehmen und so mein Netzwerk mit netten Kollegen aus der Türkei, Slowenien, Spanien und Frankreich bereichern.

Empfehlenswertes Praktikum – aber nur mit Vorkenntnissen

Alles in allem kann ich das Praktikum bei Vaillant definitiv empfehlen. Allerdings sollte man vorher schon mal einen Finanzbereich praktisch kennengelernt haben und auch Softwarekenntnisse mitbringen. Ohne mein vorheriges Praktikum in der Buchhaltung wäre ich total verloren gewesen. Mir hat mein Praktikum bei Vaillant gezeigt, wo ich zuhause bin, meine Fähigkeiten wurden anerkannt, und ich wurde durch meine Kollegen bestärkt.

Zugute kamen mir sicher meine Software-Kenntnisse, speziell in Excel, aber auch mit Power Point, ohne die man nicht in das Praktikum hineingehen sollte. Denn es gab keine Aufgabe, die nicht mithilfe von Excel oder SAP zu bearbeiten war. Gerade Excel habe ich gefühlt zu 80 Prozent meines Tages gebraucht und konnte so diese Kenntnisse enorm erweitern. An SAP wurde ich „Learning by doing“ herangeführt. Ein bisschen SAP-Erfahrung brachte ich schon aus dem vorhergehenden Praktikum bin, jedoch waren bei Vaillant ganz andere Befehle gefragt.

Persönlicher Nutzen des Praktikums

Was mir nun die sehr speziellen R&D-Kenntnisse im Endeffekt für meinen weiteren Berufsweg bringen werden, kann ich noch nicht abschätzen. Die Erfahrung, in einem Unternehmen wie Vaillant gearbeitet zu haben, wird mir allerdings in jedem Fall weiterhelfen. Allein der Blick hinter die Kulissen eines Großunternehmens, das acht internationale Heiztechnikmarken bündelt und mehr als 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat meine Sicht auf die Unternehmenswelt enorm bereichert.

Praktikant Oliver Kalefe und sein Arbeitsplatz bei Vaillant.

Oliver Kalefe, 26
legte sich nach seinem dritten Praktikum in seiner Berufswahl fest: Im Controlling, so wie er es bei Vaillant kennengelernt hat, sieht er seine Zukunft. Excel-Tabellen sind sein Steckenpferd.


Mit mehr als 12.000 Mitarbeitern zählt die Vaillant Group zu den weltweiten Markt- und Technologieführern im Bereich Heiztechnik. Hybridsysteme, Produkte auf Basis regenerativer Energien und Kraft-Wärmekopplungsanlagen gehören schon heute zum Kerngeschäft des alt eingessenen Familienunternehmens.