10 Jahre Fair Company

Mit großem Engagement für faire Praktikumsbedingungen:
Die Initiative Fair Company bleibt ein Garant für Qualität und Glaubwürdigkeit

Praktikum ohne Bezahlung? Keine Festanstellungen? Als Fair Company 2004 gegründet wurde war Generation Praktikum einer der Anwärter auf das Unwort des Jahres.

Als die Fair Company-Initiative im Jahr 2004 ihre Arbeit aufnahm, sah es auf dem Arbeitsmarkt düster aus. Viele Unternehmen stellten kaum noch neue Mitarbeiter fest ein. Statt reguläre Jobs anzubieten, ließen sie die Arbeit von gut ausgebildeten, aber unterbezahlten Hochschulabsolventen erledigen. Sie köderten sie mit der vagen Aussicht auf eine anschließende Festanstellung, um sie dann doch mit einem Praktikum nach dem anderen zu vertrösten.

Mit der Gründung von Fair Company wurden faire Regeln für jedes Praktikum eines teilnehmenden Unternehmens eingeführt. Auch Trainees und Werkstudenten werden dadurch geschützt.

2004 setzten 37 Gründungsunternehmen ein klares Zeichen gegen diese Methoden. Sie verpflichteten sich, Regeln im Umgang mit Praktikanten einzuhalten. Um das Fair-Company-Gütesiegel tragen zu dürfen, gelobten sie, keine Vollzeitstellen durch Praktikanten, Volontäre, Hospitanten oder Daueraushilfen zu ersetzen. Sie vergüteten ihre Praktikanten angemessen und sie machten sich für das Praktikum als Instrument der beruflichen Orientierung während des Studiums stark.

Wirst du in deinem Praktikum, deinem Traineeship, deinem Schülerpraktikum oder als Werkstudent ausgenutzt? Dann melde dich bei der Fair Company.

Rund 700 Unternehmen stehen heute hinter den Zielen der Fair-Company-Initiative. Sie müssen jedes Jahr aufs Neue unter Beweis stellen, dass sie die Regeln einhalten. Stellen Praktikanten fest, dass eine Fair Company gegen das Regelwerk verstößt, können sie sich bei Fair Company melden. Die Initiative kontaktiert ihren Ansprechpartner im Unternehmen und verlangt eine Aufklärung. Außerdem führt Fair Company zur Qualitätskontrolle regelmäßig Interviews mit Ex-Praktikanten der Mitgliedsunternehmen durch.

 

Als Fair Company Initiative schreiten wir ein, wenn du dich nicht gut aufgehoben fühlst in deinem Praktikum, deinem Traineeship, als Werkstudent oder Schülerpraktikant bei einem Unternehmen, welches sich verpflichtet hat unsere Regeln einzuhalten.

Regelverstöße werden konsequent verfolgt. Unternehmen, die keine Einsicht zeigen, kündigt die Initiative, entfernt sie aus der Datenbank und untersagt ihnen die Nutzung des Gütesiegels. Das Hauptanliegen ist, deutlich zu formulieren, was Fairness im Umgang mit Praktikanten konkret bedeutet. Den meisten Praktikanten sind der Lerneffekt, den sie in einem Praktikum erzielen, und die Tatsache, dass sie sich erste berufliche Kontakte erarbeiten können ganz besonders wichtig.

Mittlerweile verpflichten sich mehr als 600 Unternehmen Studenten im Praktikum, als Werkstudent, Trainee oder in ihren Studentenjobs fair zu behandeln, für ihre Arbeit zu bezahlen und ihnen Jobs zu geben, in denen sie etwas lernen können.

Die Fair-Company-Initiative bleibt ein Garant dafür, dass Unternehmen fair mit ihren Praktikanten umgehen. Dazu gehört, dass sie konkrete Lernziele mit ihnen definieren, ihnen feste Ansprechpartner zur Seite stellen und ihnen zum Abschluss ein qualifiziertes Zeugnis ausstellen, das wiedergibt, welche Tätigkeiten sie ausgeübt und wie sie sich dabei geschlagen haben. Fair Company steht dafür, dass auch Unternehmen ihren Bildungsauftrag ernst nehmen.

Text: karriere.de-Redaktion 04/2014
Bilder: Jonas Zimmer